(Über)leben im Alltagstrubel oder:  Wir sind Bullerbü  !

 

Astrid Lindgrens wunderbare Geschichten der „Kinder aus Bullerbü“ sind für die meisten von uns der Inbegriff einer glücklichen, unbeschwerten Heile-Welt-Kindheit.

 Nicht selten wünsche ich mir für meine Kinder ein ähnlich harmonisches, friedliches und fröhliches Miteinander, wie bei Inga, Britta, Lasse, Bosse, Lisa und Ole (und die kleine Kerstin, aber die ist ja noch so klein, dass sie nicht mitzählt), die den ganzen Tag jede Menge Spaß zusammen haben.

 

Doch die Realität sieht oft anders aus: Die Geschwister geraten immer mal wieder in Streit, hauen sich gegenseitig mit der Schaufel auf den Kopf, klauen ihrem Bruder den Keks vom Teller, woraufhin dieser in lautstarkes Protestgebrüll ausbricht, die Großkinder werden übellaunig und beschweren sich über das Geschrei der Kleinen.

 

Und dennoch, auch wenn der Alltag oft trubelig, laut, und die Stimmung angespannt ist, gibt es sie: die Bullerbü-Momente !

 In manchen besonders aufreibenden Phasen des Familienzusammenlebens muss man nur etwas genauer hinschauen, um sie in der Hektik des Alltags nicht zu übersehen.

 

 Vor einiger Zeit waren die jüngeren Kinder morgens viel zu früh aufgestanden. Normalerweise wecke ich sie erst, wenn der erste Schwung Schulkinder bereits durchgeschleust ist, doch an diesem Morgen waren die Mädchen ( 5 und 7) schon vor den Buskindern auf den Beinen. So kam es, dass sich ein kleines Zeitfenster auftat, als die Großen zum Bus gegangen waren, es aber noch zu früh für Grundschule und Kindergarten war. Ich hatte bereits alle Butterbrotdosen befüllt, die Mädchen hatten gefrühstückt, waren angezogen, und ich konnte mich einen Moment lang auf die Couch setzten und durchatmen. In diesem Moment bekam ich eine Nachricht von meinem guten Freund Mark, der fragte, wie es mir ginge und was ich so machte? Bei so vielen Kindern sei es um diese Zeit bei mir ja sicher sehr wuselig?

 Ich schrieb zurück:

 "Eigentlich ist es gerade gar nicht trubelig. Zwei Kinder sind schon zur Schule gegangen, die Mädchen sitzen einträchtig am Tisch, malen gemeinsam „die Eiskönigin“ und singen dazu „let it goooo“, der Zwölfjährige hat eine Freistunde und kuschelt neben mir auf der Couch mit dem Hund, und das Peterchen schläft noch. Alles ganz friedlich hier."

 Mark antwortete: "wow, das klingt total schön, so familiär und gemütlich !"

 

 Da fiel mir überhaupt erst auf: ja, es war wirklich total schön! Ein richtiger Bullerbü-Moment  ! Und eine tiefe Dankbarkeit überkam mich für diesen wunderschönen, friedlichen und harmonischen Morgen mit meinen Kindern.

 

 Ich fotografierte diese schöne, gemütliche Szene und immer, wenn es mal wieder richtig hoch hergeht, hier ein höherer Lärmpegel herrscht, als auf einer durchschnittlichen Großbaustelle, die Teenies auf heftigen Konfrontationskurs gehen und die Kleinen ihre Autonomiephase leidenschaftlich ausleben, dann schaue ich mir Fotos wie diese an, lächele in mich hinein und denke: wir sind Bullerbü  ! Es tarnt sich gut und oft, aber es ist da. Ganz bestimmt ;).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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  the big easy : (Groß-) familienmanagement leicht gemacht


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 Als Sechsfach-Mama werde ich oft gefragt:

wie schaffst Du das bloß alles? Wie bekommst Du das alles unter einen Hut, besonders ohne familiären back up? Wie kannst Du dabei so viel Ruhe und Gelassenheit  ausstrahlen?

 

big is beautiful -  aber nichts für schwache Nerven

Um es vorweg zu sagen:  eine Großfamilie zu organisieren ist eine Herausforderung.  Wunderschön und erfüllend, aber auch anspruchsvoll und kräftezehrend.

Glücklicherweise wächst man bekanntlich mit seinen Aufgaben. Nach und nach habe ich gelernt, meine immer größer werdende Familie mit guter Organisation, viel Gelassenheit und noch viel mehr Humor  zu managen und zu einer starken Gemeinschaft  wachsen zu lassen.